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Montag, 24. Oktober 2011

Du bist Deutschland … aber bist du auch Europa?



„Du bist Deutschland!“ - war ein viel zitierter, aber häufig auch umstrittener Slogan einer Werbekampagne, die vor einigen Jahren dauerhaft über unsere Bildschirme und Kinoleinwände flimmerte.
Es war ein Aufruf zu einem positiveren deutschen Nationalgefühl, unterstützt von vielen Prominenten, Printverlagen und einschlägigen Fernsehanstalten.

Momentan würde eine solche Kampagne wohl für große Verwirrung sorgen: So spricht im Moment so gut wie jeder vom Eurorettungsschirm, der Krise rund um Griechenland oder anderen europäischen Problemen.
So wichtig Europa bzw. die Europäische Union für die Politik und Wirtschaft unserer Gesellschaft ist, so selten wird uns als (jungen) Bürgern diese Bedeutung bewusst gemacht. Das Gegenteil ist meist der Fall: Häufig wird versucht eher das deutsche als das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Montag, 12. September 2011

"Es gibt viele tolle Ideen und Potenziale an unserer Schule"

Als Erster meldete sich Maximilian Gens. Er ist 17 Jahre alt und im 1. Semester. Er ist seit der 7. Klasse in der GSV aktiv, auch, wenn er dort noch nie Mitglied war. Seine Leistungskurse sind Chemie und Biologie. An seiner Seite stehen als Stellvertreter Oskar Vitlif (10.2) und Sebastian Krück (10.3) zur Wahl.

Kissingenstrasse12: Hallo Max. Du hast dich als Erster um das Amt des Schulsprechers beworben. Wie bist du darauf gekommen, dich anzumelden?
Max Gens: Ich habe jahrelang in der GSV aktiv mitgewirkt. Das möchte ich jetzt weiter ausbauen.
K12: Wenn du gewählt wirst, was möchtest du verändern?
MG: Primär möchte ich die AG-Arbeit revolutionieren.

"Es wäre das schönste Geburtstaggeschenk "

Arthur Brieger, Erstsemester mit den Leistungskursen Biologie und Geschichte, meldete sich als zweiter Kandidat für die Schulsprecherwahl an. Er ist 15 Jahre alt. Er ist ebenfalls seit 2007 an der RLO. Er war selbst nie in der GSV, dafür aber in der Grundschule schon einmal Schulsprecher. Seine Stellvertreter standen zur zeit des Interviews noch nicht fest.
Zusatz vom 16.9: Arthur widerruft, dass er Max nicht als Gegner ansieht

Kissingenstrasse12: Hallo Arthur. Du hast dich als zweiter Kandidat angemeldet. Was hat dich dazu bewegt, dich zu bewerben?
Arthur Brieger: Ich war schockiert, dass sich nur Max beworben hat. Es war eine spontane Entscheidung. Ich wäre gern Schulsprecher mit Max als Stellvertreter.
K12: Aber du trittst doch gegen Max an?
AB: Ich sehe Max nicht als Gegner an.

Montag, 22. August 2011

Anmerkungen zum Unerreichbaren

Egal wo der Pankower hingeht in diesen Tagen, sie sind unübersehbar. Kleben und Hängen an jeder Ecke, jedem Pfahl, jeder Laterne, ja, man möchte beinahe meinen, sie wären omnipräsent- und ein Stückweit ist dem auch so. Die Rede ist von Wahlplakaten.
Stimmzettel zur Abgeordnetenhauswahl

Dienstag, 14. Juni 2011

De Auctoribus

Fragt man Kinder in jungen Jahren, was sie später werden wollen, so erhält man oft Antworten wie: Polizistin, Astronaut, Feuerwehrmann oder Lehrerin. Berufe also, welche irgendeine Art von frühen Idealvorstellungen widerspiegeln und welche zudem einschlägig bekannt sind. Selten werden Erwachsene mit einem so speziellen Wunsch wie zum Beispiel „Elektroinstallateur für Energie- und Gebäudetechnik“ konfrontiert. Ein weiterer Faktor ist daher, dass die Berufsbezeichnung nicht zu schwierig zu merken ist.
Egal ob sich diese Vorstellungen im Erwachsenenalter realisieren lassen, als auffällig empfand ich, dass ich bisher noch nie von einem Kind gehört habe, das einmal als Autor arbeiten wolle. Hinreichend bekannt dürfte der Beruf eigentlich sein, auch ist er nicht schwierig auszusprechen. Überhaupt kenne ich gar keine hauptberuflichen Autoren, ging mir gerade auf. Aber gut, bei Astronauten sieht es ganz ähnlich aus, solche sind mir ebenso wenig bekannt. Ist das also schon das Ende?

Montag, 4. April 2011

Die Todsünde des 21. Jahrhunderts

Die Zeiten ändern sich. Dieser einfache Satz ist wohl jedem gut bekannt. Von Erzkonservativen gehasst, von ihren ideologischen Gegnern als Schlachtruf gebraucht, verbraucht. Dabei nutzen die Worte eigentlich viel mehr. Ihr Potenzial erschöpft sich nicht in politischen Debatten. Auch jahreszeitlich bedingte Fahrplanänderungen der Deutschen Bahn sind nicht gemeint. Ist es nicht vielmehr so, dass die Worte auf nahezu jeden Bereich unseres Alltages anzuwenden sind?
Die Gegenwart, das Hier und Jetzt, Dinge, die sich schwer fassen und  kaum beschreiben lassen . Sind sie zu abstrakt? Eigentlich nicht. Eine weit schwierigere Aufgabe aber ist es, den Zustand „Heute“ zu erläutern. So bunt, schrill und individuell ist er, dass er, von oben betrachtet, sicherlich wie ein farbenfroher Flickenteppich oder ein undurchschaubares Mosaik wirkt.

Die Katastrophe in Japan - ein Kommentar

Wenn wir die Nachrichten der vergangenen Woche Revue passieren lassen, kommt uns vor allem ein Land in Erinnerung: Japan. Die Bilder dieses, von Katastrophen heimgesuchten Landes lassen sich nur schwer aus unseren Köpfen vertreiben. Als die ersten Informationen unmittelbar nach dem Beben nach außen drangen, dachte ich noch, dass die drittgrößte Volkswirtschaft mit diesem Beben, trotz der enormen Stärke von 8,9 auf der Richterskala, zurechtkommen wird. So ist Japan doch bekannt, als eine Nation, die sich sehr gut und vor allem gewissenhaft auf diese immer wiederkehrende Naturkatastrophe vorbereitet hat. Doch als uns die Bilder des Tsunamis und der noch andauernden und fortlaufenden Reaktorkatastrophe in dem Atomkraftwerk Fukushima I erreichten, stellte sich die Frage, was muss dieses Land noch ertragen?

Donnerstag, 3. März 2011

Leben wir in einer Diktatur des Kapitals?

Parole: Betten raus!

Neulich schreckte ich aus einem bösen Albtraum auf. Ich hatte geträumt, ein fieser Zwerg mit roter Zipfelmütze stünde neben meinem Bett und drohte mir anklagend mit dem Finger: „Du hast zu viel Geld!“ Ich erschrak, verwickelte den roten Kerl jedoch sofort geschickt in eine Diskussion: „Wie? Ähm, warte mal…“
Er: „Du bist ein schlechter Mensch.“ Das tat mir auf einmal sehr weh. Ich: „Warum? Nur weil ich es habe und du nicht?“ Er: „Nee, weil du es geklaut hast.“ „Ach so, na hör mal, also das mit der GEZ, das ist jetzt so eine Sache…“

Donnerstag, 3. Februar 2011

Die Digitale Schülerzeitung der Rosa-Luxemburg-Oberschule

Liebe Leserinnen & Leser,

hiermit möchten wir euch herzlich auf der Homepage der neuen Digitalen Schülerzeitung "Kissingenstrasse 12" der Rosa-Luxemburg Oberschule begrüßen! Eine wilde Mischung aus alltäglichen Schulereignissen und literarischer Kleinkunst wird demnächst thematischer Schwerpunkt auf unserer Online-Plattform. Unter Was geht ab?, dem Pausenplausch, Rosas Prosa und dem Forum Politicum könnt ihr euch, je nach Geschmack und Interessenlage, über verschiedenste Belange der RLO informieren. Dabei sollen kommende und vergangene Veranstaltungen, heiß debattierte Probleme oder Fragen und schulinterne sowie -externe Entwicklungen Gegenstand unserer Zeitung werden. Natürlich können die Schüler gerne selbst aktiv werden, und an der Onlinezeitung mitwirken - im Team oder als Gastkommentator. Jederzeit könnt ihr euch an uns wenden, falls wiedermal ein kreativer Gedankengang euren Weg kreuzt oder Kritik auf verschiedenste Art und Weise durch unsere Onlinezeitung ausgedrückt werden soll. Verfasst einfach ein paar Zeilen an unsere E-Mail-Adresse kissingenstrasse12@gmail.com. Wir melden uns dann so schnell wie möglich.  

Wir wünschen euch viel Lesevergnügen!

Euer Kissingenstrasse 12-Team!